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Ausrüstung
Eine Bergtour ist kein Spaziergang im Park. Eine geeignete Ausrüstung ist daher nicht nur
aus Sicherheitsgründen dringend zu empfehlen. Oft sind es die berühmten Kleinigkeiten,
die eine schöne Bergtour ganz schön versauen können, wenn man sie nicht dabei hat.
Solltest Du trotzdem unterwegs feststellen, daß irgendwas wichtiges fehlt, dann ist es
besser, an dieser Stelle umzukehren, als Dich (oder im Extremfall) Deine Retter unnötig zu
gefährden. | |
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Auch wenn's noch so warm ist: Alle 150 Höhenmeter nimmt die Temperatur um
ca. 1ºC ab und der Wind meistens zu. Gut bewährt hat sich das "Zwiebelschalenprinzip":
Sporthemd anziehen, zum Wechseln (das Sporthemd ist am Gipfel komplett durchgeschwitzt) ein zweites
oder ein T-Shirt, dicker Sweater und ein Regenschutz im Rucksack. Bundhosen behindern die
Bewegung und sind i.a. relativ schwer - besser ist eine lange Trainingshose. |
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Fast immer betritt man schwieriges Gelände, grobe, unter Umständen nasse Steine,
auf denen man nur allzu gerne ausrutscht oder umknickt. Die Schuhe sollten daher auf jeden Fall
ausreichend Profil haben und über die Knöchel gehen und dem Fuß damit Halt geben.
Wer unbedingt in Turnschuhen laufen möchte, der bleibt besser im Park...
Tip: Normale Socken, darüber lange, dicke Socken ziehen (gut gegen Blasen), diese
über den Bergstiefel stülpen (verhindert, daß sich unbemerkt Steinchen
in den Schuh mogeln können). |
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Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel Wasser man bei einer Bergtour ausschwitzt! Über
den Daumen ist alle 600 Höhenmeter ein Liter ausgeschwitzt! Also reichlich Getränke
mitnehmen, am besten hat sich Apfelschorle (40% Apfelsaft, 60% Mineralwasser) in einer beschichteten
Alu-Flasche bewährt. Und nicht erst dann anfangen zu trinken, wenn man schon fast
verdurstet ist, denn dann ist die Leistungsfähigkeit schon rapide abgesunken. Auf gar keinen
Fall Alkohol zu sich nehmen! Alkohol vermindert schon in relativ geringen Mengen die
Konzentrationsfähigkeit und hat daher auf einer Bergtour nichts zu suchen. |
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Der "kleine Hunger" kommt bestimmt. Ist man erst auf dem Gipfel, kann aus dem kleinen Hunger
ziemlich schnell ein großer werden! Auch hier kann man grob über den Daumen peilen:
Alle 100 Höhenmeter sind 100 kcal fällig... Der Hunger sollte mit kohlehydratreichen
und fettarmen Nahrungsmitteln (keine Süßigkeiten!!!) gestillt werden,
am besten Vollkornbrot, Bananen und Fruchtschnitten.
Tip: Erst nach dem Aufstieg essen. Verdauungsarbeit kostet auch Energie! |
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Die Intensität der UV-Strahlung (390-280 nm) steigt mit zunehmender Höhe rapide an!
Um 2.000 m habe ich schon einen UV-Index von über 12 gemessen, während dieser im Tal bei
etwa 9 gelegen hat. Alles was "'raussteht" ist gefährdet: Insbesondere Nase, Wangen, Ohren
(ja, ja, kurze Haare sind eben doch nicht so praktisch), die "Geheimratsecken" und bei
schulterfreien Sporthemden auch die Schultern bis hinab zu den Schulterblättern.
Die Lippen (Schleimhaut!) können sich nicht selbst schützen und verdienen besondere
Aufmerksamkeit. Es empfiehlt sich ein Sonnenschutz von mindestens 15, diesen vor
der Tour auftragen. In größeren Höhen unbedingt eine gute, UV-undurchlässige
Sonnenbrille tragen. |
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