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Wichtige Verhaltensregeln bei Bergtouren 


 
Verhaltensregeln
 

MahntafelIn den Bergen findest Du ganz andere Verhältnisse vor, als im Tal. Da gibt es einige Dinge, die beachtet werden sollten, damit Du Dich von den Bergen und die Berge sich von Dir erholen können.

 

Rücksicht nehmen

Als erfahrener Mountainbiker teile ich die Wege mit vielen Wanderern, die sich aus höchst verständlichen Gründen von der schönen Landschaft sehr ablenken lassen und mich auf dem Rad nicht unbedingt sofort bemerken. Also lasse ich mich von einer Gefällestrecke nicht zu einem unnötig rasanten ´Downhill´ hinreißen, sondern fahre genüßlich und langsam an meinen ´Bergfreunden zu Fuß´ vorbei. Ein freundliches Dankeschön an diejenigen, die mir den ´Überholvorgang´ erleichern, ist für mich selbstverständlich!

Und ganz nebenbei - ein genußvoller, langsamer ´Downhill´ steigert den Lustgewinn ungemein, denn man fokussiert seine Aufmerksamkeit nicht auf jedes Steinchen und Stöckchen, das den ´Abstieg über den Lenker´ herbeiführen könnte.
 

 

MüllUnsere Berge sind kein Abfalldepot!

Leider ein alltägliches und unübersehbares ´Zivilisationsmerkmal´ proletenhaften Verhaltens: Überall liegen Abfälle herum - Bierdosen, Verpackungsmaterial, Zigarettenkippen.... so wie dieses krasse Beispiel hier, oberhalb der Muthöfe in den Südtiroler Bergen (gesehen am 21.8.2001).

Ich meine, daß man das, was man im Rucksack mit nach oben nimmt, viel leichter wieder nach unten tragen kann, denn es wird mit der Zeit ja immer leichter...
 

 

TeufelskralleKein Spaß, sondern brutaler Vandalismus!

Häufig zu beobachten sind auch abgerissene Blumen, Pflanzenteile und Pilze, die am Wegesrand achtlos verstreut werden. Es tut dem erfahrenen Bergwanderer jedesmal in der Seele weh zu sehen, wie respektlos manche mit den schönen Dingen umgehen, die uns unsere Natur schenkt. Daher meine dringende Bitte an alle, die diese Seite lesen:
Erfreut Euch an der Natur, beobachtet, fotografiert, aber laßt den Planzen ihre Schönheit, damit sich auch diejenigen daran erfreuen können, die nach Euch kommen!
Oder haltet Euch von den Bergen fern!
 

WegeSei kein Rindviech!

Auf den Wegen bleiben! Und das hat seinen Grund, denn die Pflanzen und Gräser haben in höheren Lagen eine sehr kurze Vegetationsphase - so ca. Anfang Juni bis Ende August. Dazu kommt, daß jeder kahle Quadratmeter der Erosion schutzlos ausgeliefert ist. Die in den Bergen viel heftigeren Niederschläge geben dem Boden dann den Rest. Häßliche Auswaschungen und im Extremfall gefährliche Muren sind langfristig die Folge. Bedenke auch, daß der Klimawandel, den der aufmerksame Beobachter inzwischen wohl kaum übersehen könnte, zu immer mehr Niederschlag, Wind und damit zu immer mehr Erosion führt.
 

 BergaschenbecherHightech im Hochgebirge - der Bergaschenbecher

Es ist ohnehin ungesund - aber besonders beim Aufstieg sollte auf keinen Fall geraucht werden, denn das vermindert die Kondition schlagartig auf die Hälfte! Wenns denn sein muß - die erste Zigarette erst auf dem Gipfel rauchen und die Kippe nicht einfach achtlos ´nach hinten´ entsorgen. Gut bewährt hat sich dieser ´Berg-Aschenbecher´: Ein ausgedientes, verschließbares Glastöpfchen mit höchstens 100 ml Inhalt. Die brennende Kippe dort hineinwerfen und das Töpfchen fest verschließen. Die Glut in dem Gläschen ´stirbt´ in Sekundenschnelle an Sauerstoffmangel...
 

wolken-video Etwas ganz Spezielles - das Bergwetter

Die Unberechenbarkeit des Wetters in den Bergen hat im wesentlichen zwei Ursachen:
Zum einen sind die vertikalen Luftströmungen dort bedeutend stärker als im Flachland. So kann aus einem harmlos wirkenden Quellwölkchen schnell ein deftiges Gewitter entstehen, das nicht von weitem (wie im Flachland) heranzieht, sondern sich an Ort und Stelle plötzlich bildet.
Zum anderen ist es besonders hinterlistig, wenn sich besagtes Quellwölkchen gerade hinter einem nahe gelegenen Berg aufbläht und dann regelrecht über einen herschwappt. Die ´Vorwarnzeit´ ist in diesem Falle extrem kurz.
Mein Tip: Bei einer labilen Wetterlage (zu erkennen, wenn sich schon am frühen Vormittag Quellwolken über allen größeren Bergen bilden) erst gar keine größeren Touren beginnen.
Wird man aber dennoch ´erwischt´ - auf gar keinen Fall die Panik kriegen und kopflos zu Tal rennen!!! Schutz suchen, am besten in einer Schutzhütte, unter einem Felsvorsprung oder, wenn nicht anders geht, in einer flachen Mulde. ´Buchen sollst Du suchen´ ist absoluter Quatsch und hat schon so manchen ziemlich heftig ´aufgeladen´.
 


 
 
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