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Völlig untrainiert sollte man keine strenge Bergtour machen.
Denn das kann unter Umständen gefährlich werden. Trainieren sollte man stets
ganzjährig, wobei das Ausdauertraining dabei im Vordergrund stehen sollte. Wer jetzt
aber an ein spezielles Höhentraining in einem Trainingslager hoch oben in den Anden
denkt, der liegt ganz falsch! Es sind die Kleinigkeiten, die darüber entscheiden, wie
fit man ist oder wird.
Wichtig!
- Kurz vor dem Training ein paar kurze Dehnübungen machen, nach dem Training ausgiebig dehnen!
- Kalte Muskeln niemals stärker beanspruchen - die ersten 10-15 Minuten mal ganz locker angehen lassen.
- Niemals bei Erkältungen trainieren, das schadet mehr als es nutzt.
- Stets eine Pulsmessung verwenden! Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
- Immer reichlich trinken. Alkohol-, koffeinhaltige und gezuckerte Getränke meiden.
- Ernährung: Fettarm, eiweißarm (kein Schreibfehler!), kohlehydratreich aber keine Süßigkeiten.
Es folgen einige Trainingsmethoden mit aufsteigendem Schwierigkeitsgrad:
- Treppenhaus
- Du wohnst im 4. Stock? Sehr gut, dann mach mal einen Test: Aufzug ignorieren und zu Fuß
in einem ganz normalen Tempo die Treppen hochsteigen. Oben angekommen könntest Du sagen
"Pfui! Die 4 Stockwerke hätten mich bald umgebracht" oder aber vielleicht
"Ärgerlich! Warum wohne ich nicht im 8. Stock?". Wenn Du zur ersteren Aussage neigst,
dann solltest Du vergessen, daß es überhaupt sowas wie Aufzüge und Rolltreppen gibt, denn
Treppensteigen ist ein perfektes Training!
- Autofahren
- Du greifst gerade nach Deinem Wagenschlüssel. Überlege kurz aber ehrlich, ob Du
diese Strecke nicht auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen könntest. Letztere
Fortbewegungsmethoden schonen die Umwelt und das Auto (kein Auto mag Kurzstrecken!).
Den Trainingseffekt gibt es neben der Spritkosteneinsparung gratis dazu. Und wer behauptet,
daß er in der Stadt mit dem Auto schneller ist, als mit dem Rad, der hat´s einfach noch nie
ausprobiert....
- Pulsmessung
- Für die folgenden Trainingsmethoden solltest Du eine Pulsmessung verwenden. Es gibt sie
mittlerweile zu Spottpreisen bei den meisten Discountern. Am besten sind die Geräte geeignet,
die aus einem Brustgurt und einer separaten Uhr bestehen. Wichtig ist zu wissen, wie hoch der
Maximalpuls ist. Als Faustregel gilt: 220-Lebensalter, doch da gibt es große
individuelle Abweichungen. Herz und Kreislaufsystem sollten gesund sein. Im Zweifelsfall unbedingt
abklären! Folgender Test ist da sehr hilfreich:
- Ruhepuls bestimmen
Pulsmessung anlegen, hinlegen, entspannen. Nach ca. 20 Minuten den Puls ablesen.
- Maximalpuls bestimmen
Eine Steigung oder eine Treppe so schnell hinauflaufen, daß Du ordentlich schnaufen mußt. Pulsmessung beobachten, der höchste angezeigte Wert entspricht ungefähr 90-95% Maximalpuls.
- Walking
- Dieser neudeutsche Ausdruck für "schnelles Gehen" ist eine sehr effektive Trainingsmethode.
Dreimal pro Woche eine Stunde genügt. Aber regelmäßig! Puls: 65-70% Maximalpuls
- Radfahren
- In der Ebene schnell fahren, bei Steigungen schnell herunterschalten und mit relativ hoher Trittfrequenz
weiterfahren, dabei den Puls etwas steigern. Bei Gefällestrecken den Puls etwas heruntergehen
lassen. Puls: 70-80% Maximalpuls
- Langlauf
- Perfekte Trainingsmethode für den Winter. Flache Loipen bevorzugen, denn hier hat man den
Puls besser unter Kontrolle. Puls: 70-80% Maximalpuls
- "Niedrigpuls-Intervall"
- Extreme Trainingsmethode für Fortgeschrittene: Egal ob mit dem Rad oder zu Fuß:
Schweren Rucksack (ca. 10-20 Kg) mitnehmen, langsam radeln oder gehen. Puls: 70-75% Maximalpuls
Dann "losdampfen" und den Puls für 1-2 Minuten auf 90-95% Maximalpuls bringen.
Niemals vollen Maximalpuls "fahren", das kann das Herz schädigen. Also rechtzeitig
"herunterschalten". Dann wieder gemütlich weitermachen, dabei sollte sich der Puls nach
spätestens 5 Minuten wieder bei 70-75% Maximalpuls eingependelt haben. Falls nicht, die
Intervalle kürzer halten und nicht so stark machen. Diese Übung alle 20-30 Minuten
wiederholen. Trainingsdauer mit der Zeit auf 2-3 Stunden steigern.
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